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Appstore SEO im Mobile Marketing

Appstore SEO im Mobile Marketing

Für den Erfolg von Apps sind nicht nur gute Produkte, sondern auch eine gute Sichtbarkeit in den App Stores wichtig.

Appstore SEO als wichtiges Tool beim Mobile Marketing

Man glaubt, alles rich­tig gemacht zu haben. Und trotz­dem funk­tio­niert es nicht mit der eige­nen App: Die Reich­wei­te sta­gniert, die Down­load­zah­len stei­gen nicht so rasant wie erhofft, die Rück­mel­dung der Nut­zer ist dürf­tig – oder bleibt ganz aus. Unzäh­li­ge gute, neue Pro­duk­te in den Appsto­res der mobi­len Betriebs­sys­te­me iOS und Andro­id tei­len die­ses Schick­sal und ver­schwin­den all­wö­chent­lich in den Nie­de­run­gen der Such­ma­schi­nen.

Und das alles unab­hän­gig von der Qua­li­tät oder dem teil­wei­se immensen Arbeits­auf­wand, der in den Pro­duk­ten steckt. Heut­zu­ta­ge gilt: Die Güte einer App garan­tiert noch lan­ge nicht ihren kom­mer­zi­el­len Erfolg. Wer die Nut­zer der mobi­len Betriebs­sys­te­me auf sich auf­merk­sam machen möch­te, muss mehr bie­ten – und dafür das Poten­ti­al eines bis­her nur mäßig genutz­ten Mar­ke­ting-Tools voll aus­nut­zen: Die Appsto­re SEO.
Appsto­res sind für vie­le immer noch eine Art digi­ta­le „black box“: Ein geschlos­se­nes, kaum durch­schau­ba­res Sys­tem, das zwar in irgend­ei­ner Form wich­tig für die Dis­tri­bu­ti­on von Apps ist, jedoch kaum beein­flusst wer­den kann – und schon gar nicht für eige­ne Zwe­cke mani­pu­liert wer­den kann.

Ein weit ver­brei­te­ter Irr­tum: Die inte­grier­ten Such­ma­schi­nen der gro­ßen Appsto­res sind das wich­tigs­te Infor­ma­ti­ons­me­di­um der meis­ten Nut­zer. Es ist der Ort, an dem sich die „Lauf­kund­schaft“ der digi­ta­len Welt auf­hält – also all jene, die nicht über direk­te B2B- oder B2C-Bezie­hun­gen erreicht wer­den kön­nen. Die­se „Lauf­kund­schaft“ macht im Nor­mal­fall die über­wäl­ti­gen­de Mehr­heit der poten­ti­el­len Nut­zer aus. Ent­spre­chend wich­tig ist es, die Funk­tio­nen des Appsto­res und sei­ner Such­ma­schi­ne zu ken­nen – und zu ler­nen, wie die­se Funk­tio­nen dabei hel­fen kön­nen, poten­ti­el­le Kun­den für ein Pro­dukt zu begeis­tern. Die ent­schei­den­de ers­te Fra­ge lau­tet:

Wie verhalten sich die Nutzer bei der Suche nach neuen Produkten im Appstore?

Wenn man das weit­läu­fig ver­brei­te­te Nut­zungs­ver­hal­ten der Appsto­re-Kun­den kennt, fällt die Ver­brei­tung des eige­nen Pro­duk­tes schon deut­lich leich­ter. Drei Kri­te­ri­en sind dabei bei der Suche im Appsto­re für die meis­ten beson­ders wich­tig:

  1. Die App muss über die ein­ge­ge­be­nen Such­be­grif­fe gefun­den wer­den.
  2. Die gefun­de­ne App muss the­ma­tisch zum ein­ge­ge­be­nen Such­be­griff pas­sen.
  3. Die App muss weit oben unter den Tref­fern auf­ge­lis­tet wer­den.

Das klingt zunächst tri­vi­al. Wer jedoch nicht in der glück­li­chen Lage ist, durch Glück oder Kön­nen, über ande­re Mar­ke­ting-Kanä­le oder durch eine star­ke bestehen­de Mar­ke immense Auf­merk­sam­keit auf sich zie­hen zu kön­nen, muss hart dafür arbei­ten, die­se drei Kri­te­ri­en mit sei­nem Pro­dukt zu erfül­len. Und hier kommt Appsto­re SEO ins Spiel. Denn genau die­se Kri­te­ri­en kön­nen bei der Ein­füh­rung eines neu­en Pro­dukts im Appsto­re beein­flusst wer­den.

Genau­so wie bei den klas­si­schen Such­ma­schi­nen – allen vor­an natür­lich Goog­le – basie­ren die Such­ma­schi­nen der Appsto­res auf kom­pli­zier­ten Algo­rith­men. Die­se ent­schei­den, wel­che Apps in den Tref­fern weit oben gelis­tet wer­den – und wel­che in der Ver­sen­kung ver­schwin­den. Und genau­so wie bei Goog­le und Co. Kann man Ein­fluss auf die Lis­tung neh­men, selbst wenn man die genaue Funk­ti­ons­wei­se nicht kennt.

Eini­ge Fak­to­ren, die der Algo­rith­mus der Such­ma­schi­ne berück­sich­tigt, kön­nen nur bedingt direkt beein­flusst wer­den. Dazu gehö­ren Bei­spiels­wei­se die Anzahl an Down­load und die Anzahl posi­ti­ver Bewer­tun­gen. Hier kommt jedoch das zum Tra­gen, was trotz allem immer noch an ers­ter Stel­le ste­hen soll­te: Die Qua­li­tät des Pro­dukts. Eine gute App wird es – unab­hän­gig von jeder Opti­mie­rung – immer leich­ter. Zudem hilft der direk­te Kon­takt zum Kun­den ganz stark: Wer offen auf­tritt und das Kun­den-Feed­back als inte­gra­len Bestand­teil sei­nes Mar­ke­tings ver­steht, kann damit schon viel errei­chen. An die­sen Punk­ten führt auch mit star­ker Appsto­re SEO kein Weg vor­bei. Wer ein gutes Pro­dukt sein Eigen nen­nen kann und sich aktiv um Kun­den-Feed­back bemüht, kann sich auf den ande­ren Kern­be­reich der Appsto­re-Opti­mie­rung kon­zen­trie­ren: Titel und Key­words.

Die Suche nach den richtigen Keywords

Die­se bei­den Berei­che ent­schei­den dar­über, über wel­che Such­be­grif­fe eine App vor­ran­gig gefun­den wird. Im Titel, also dem „Namen“ einer App, soll­te das für das Pro­dukt wich­tigs­te Key­word ent­hal­ten sein. Die wei­te­ren Schlüs­sel­wör­ter soll­ten unter den Key­words ver­merkt wer­den.
Die Suche nach den rich­ti­gen Key­words kann lang­wie­rig sein, weil zwei ver­schie­de­ne, kon­kur­rie­ren­de Fak­to­ren berück­sich­tigt wer­den müs­sen. Einer­seits möch­te man mit den Key­words eine mög­lichst gro­ße Kund­schaft errei­chen. Die­se müs­sen also mög­lichst zahl­reich nach den gewähl­ten Key­words suchen. Gleich­zei­tig gilt jedoch: Vor allem bei klei­ne­ren Apps soll­te ver­sucht wer­den, zu gro­ßer Kon­kur­renz aus dem Weg zu gehen. Denn, wie in Punkt 3 vor­hin schon beschrie­ben: Wenn die App nicht weit oben unter den Tref­fern zu fin­den ist, wird sie auch nicht über die Suche gefun­den.

Dem­entspre­chend soll­te man bei der Suche nach den rich­ti­gen Key­words ana­ly­tisch vor­ge­hen – und tes­ten. Manch­mal hilft es, spe­zi­el­le­re Key­words zu nut­zen, um der gro­ßen Kon­kur­renz aus dem Weg zu gehen. Manch­mal schafft man es, eine Nische in den Key­words zu beset­zen. Und: Key­words las­sen sich nach­träg­lich ver­än­dern. Man soll­te sich also nicht scheu­en, auch nach Ein­füh­rung des Pro­dukts im Appsto­re wei­ter an der Appsto­re SEO zu fei­len. Ein Pro­dukt, in das bis­wei­len hun­der­te Arbeits­stun­den inves­tiert wur­den, hat es ver­dient, dass für sei­ne Ver­brei­tung alles men­schen­mög­li­che getan wird.