Appstore SEO im Mobile Marketing

18 August 2014  

Nicht nur das Produkt zählt:
Appstore SEO als wichtiges Tool beim Mobile Marketing

Man glaubt, alles richtig gemacht zu haben. Und trotz­dem funk­tion­iert es nicht mit der eige­nen App: Die Reich­weite stag­niert, die Down­load­zahlen steigen nicht so ras­ant wie erhofft, die Rück­mel­dung der Nutzer ist dürftig – oder bleibt ganz aus. Unzäh­lige gute, neue Pro­duk­te in den App­stores der mobilen Betrieb­ssys­teme iOS und Android teilen dieses Schick­sal und ver­schwinden all­wöchentlich in den Niederun­gen der Such­maschi­nen.


Und das alles unab­hängig von der Qual­ität oder dem teil­weise immensen Arbeit­saufwand, der in den Pro­duk­ten steckt. Heutzu­tage gilt: Die Güte ein­er App garantiert noch lange nicht ihren kom­merziellen Erfolg. Wer die Nutzer der mobilen Betrieb­ssys­teme auf sich aufmerk­sam machen möchte, muss mehr bieten – und dafür das Poten­tial eines bish­er nur mäßig genutzten Mar­ket­ing-Tools voll aus­nutzen: Die App­store SEO.
App­stores sind für viele immer noch eine Art dig­i­tale „black box“: Ein geschlossenes, kaum durch­schaubares Sys­tem, das zwar in irgen­dein­er Form wichtig für die Dis­tri­b­u­tion von Apps ist, jedoch kaum bee­in­flusst wer­den kann – und schon gar nicht für eigene Zwecke manip­uliert wer­den kann. Ein weit ver­bre­it­eter Irrtum: Die inte­gri­erten Such­maschi­nen der großen App­stores sind das wichtig­ste Infor­ma­tion­s­medi­um der meis­ten Nutzer. Es ist der Ort, an dem sich die „Laufkund­schaft“ der dig­i­tal­en Welt aufhält – also all jene, die nicht über direk­te B2B- oder B2C-Beziehun­gen erre­icht wer­den kön­nen. Diese „Laufkund­schaft“ macht im Nor­mal­fall die über­wälti­gende Mehrheit der poten­tiellen Nutzer aus. Entsprechend wichtig ist es, die Funk­tio­nen des App­stores und sein­er Such­mas­chine zu ken­nen – und zu ler­nen, wie diese Funk­tio­nen dabei helfen kön­nen, poten­tielle Kun­den für ein Pro­dukt zu begeis­tern.
Die entschei­dende erste Frage lautet: Wie ver­hal­ten sich die Nutzer bei der Suche nach neuen Pro­duk­ten im App­store? Wenn man das weitläu­fig ver­bre­it­ete Nutzungsver­hal­ten der App­store-Kun­den ken­nt, fällt die Ver­bre­itung des eige­nen Pro­duk­tes schon deut­lich leichter. Drei Kri­te­rien sind dabei bei der Suche im App­store für die meis­ten beson­ders wichtig:

  1. Die App muss über die eingegebenen Suchbegriffe gefunden werden.

  2. Die gefundene App muss thematisch zum eingegebenen Suchbegriff passen.

  3. Die App muss weit oben unter den Treffern aufgelistet werden.

Das klingt zunächst triv­ial. Wer jedoch nicht in der glück­lichen Lage ist, durch Glück oder Kön­nen, über andere Mar­ket­ing-Kanäle oder durch eine starke beste­hende Marke immense Aufmerk­samkeit auf sich ziehen zu kön­nen, muss hart dafür arbeit­en, diese drei Kri­te­rien mit seinem Pro­dukt zu erfüllen. Und hier kommt App­store SEO ins Spiel. Denn genau diese Kri­te­rien kön­nen bei der Ein­führung eines neuen Pro­duk­ts im App­store bee­in­flusst wer­den.
Genau­so wie bei den klas­sis­chen Such­maschi­nen – allen voran natür­lich Google – basieren die Such­maschi­nen der App­stores auf kom­plizierten Algo­rith­men. Diese entschei­den, welche Apps in den Tre­f­fern weit oben gelis­tet wer­den – und welche in der Versenkung ver­schwinden. Und genau­so wie bei Google und Co. Kann man Ein­fluss auf die Lis­tung nehmen, selb­st wenn man die genaue Funk­tion­sweise nicht ken­nt.
Einige Fak­toren, die der Algo­rith­mus der Such­mas­chine berück­sichtigt, kön­nen nur bed­ingt direkt bee­in­flusst wer­den. Dazu gehören Beispiel­sweise die Anzahl an Down­load und die Anzahl pos­i­tiv­er Bew­er­tun­gen. Hier kommt jedoch das zum Tra­gen, was trotz allem immer noch an erster Stelle ste­hen sollte: Die Qual­ität des Pro­duk­ts. Eine gute App wird es – unab­hängig von jed­er Opti­mierung – immer leichter. Zudem hil­ft der direk­te Kon­takt zum Kun­den ganz stark: Wer offen auftritt und das Kun­den-Feed­back als inte­gralen Bestandteil seines Mar­ket­ings ver­ste­ht, kann damit schon viel erre­ichen. An diesen Punk­ten führt auch mit stark­er App­store SEO kein Weg vor­bei. Wer ein gutes Pro­dukt sein Eigen nen­nen kann und sich aktiv um Kun­den-Feed­back bemüht, kann sich auf den anderen Kern­bere­ich der App­store-Opti­mierung konzen­tri­eren: Titel und Key­words.

Die Suche nach den richtigen Keywords

Diese bei­den Bere­iche entschei­den darüber, über welche Such­be­griffe eine App vor­rangig gefun­den wird. Im Titel, also dem „Namen“ ein­er App, sollte das für das Pro­dukt wichtig­ste Key­word enthal­ten sein. Die weit­eren Schlüs­sel­wörter soll­ten unter den Key­words ver­merkt wer­den.
Die Suche nach den richti­gen Key­words kann lang­wierig sein, weil zwei ver­schiedene, konkur­ri­erende Fak­toren berück­sichtigt wer­den müssen. Ein­er­seits möchte man mit den Key­words eine möglichst große Kund­schaft erre­ichen. Diese müssen also möglichst zahlre­ich nach den gewählten Key­words suchen. Gle­ichzeit­ig gilt jedoch: Vor allem bei kleineren Apps sollte ver­sucht wer­den, zu großer Konkur­renz aus dem Weg zu gehen. Denn, wie in Punkt 3 vorhin schon gesagt: Wenn die App nicht weit oben unter den Tre­f­fern zu find­en ist, wird sie auch nicht über die Suche gefun­den.
Dementsprechend sollte man bei der Suche nach den richti­gen Key­words bedächtig vorge­hen, ana­lytisch vorge­hen – und testen. Manch­mal hil­ft es, speziellere Key­words zu nutzen, um der großen Konkur­renz aus dem Weg zu gehen. Manch­mal schafft man es, eine Nis­che in den Key­words zu beset­zen. Und: Key­words lassen sich nachträglich verän­dern. Man sollte sich also nicht scheuen, auch nach Ein­führung des Pro­duk­ts im App­store weit­er an der App­store SEO zu feilen. Ein Pro­dukt, in das bisweilen hun­derte Arbeitsstun­den investiert wur­den, hat es ver­di­ent, dass für seine Ver­bre­itung alles men­schen­mögliche getan wird.